Druckschrift 
5 (1802)
Entstehung
Seite
22
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Unter der Regierung des Tiberius drang(14—16) Germaniens, der edle Sohn desDrusus, bis an die Eder vor. Seine Un-ternehmung gegen die Deutschen begünstigtedie Uneinigkeit, in welcher Arminius mit deinSegest, einem andern Edcln der Cheruskerlebte. Arminius hatte sich, durch seinen Siegüber den Varus, bey den Völkern des west-lichen Deutschlands ein so viel geltendes An-sohlt erworben, das; ihn mancher Edle, vor-nehmlich abcr Segesi, darum beneidete. So-gest hatte eine schöne Tochter. Thusncldo(so hieß diese Tochter) war bereits an eine»andern Edlen verlobt, und dennoch ließ siesich von dem tapfern Arminius entführen.Der erzürnte Vater höhlte den Mädchcnräu-bcr ein, und ließ ihn im Gefängnisse schmach-ten. Bald sah sich jedoch Scgest von denFreunden und Anhängern des Arminius sobedrängt, daß er den Germaniens um seinenBeystand bath. Dieß bahnte dem römischenFeldherrn in das innere Deutschland denWeg. Während daß eine römische Landarmeenach der Weser rückte, erschien eine Flotteauf der Eins. Und dennoch machte es demGermanicuS crstaunenswürdige Mühe, durch

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