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5 (1802)
Entstehung
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Aus der Menge der Völkerschaften, diesich ganz unabhängig von einander in Deutsch-land ausbreiteten, hoben sich einige, theilsdurch ihre Macht, theils durch ihren Kricgs-ruhm, ganz besonders heraus. Im südlichenDeutschland, am linken Ufer der Donau, indem großen hercynischen Walde, lebten diezahlreichen Sueven, meistens von der Jagdund Viehzucht. Von andern Deutschen un-terschieden sie sich dadurch, daß ihre Haareauf der Scheitel in einen Knoten zusammen-gedrehet waren, daß ihre Edlen durch starre,rückwärts gebundene Haare sich auszeichneten.Ihr Land war in hundert Gauen getheilt.Aus jedem derselben zogen jährlich tausendMann in den Krieg. Die andern bliebenzu Hause, um den Ackerbau zutreiben; dochdurfte keiner ein Stück Land langer als einJahr behalten. Auch wurden nicht viele Aek-ker gebaut. Die Sueven liebten übrigensKriegszüge und Strcifcreyen, und haßtendagegen Wein und fremde Sitten. Beson-dere Völkerschaften derselben waren die Hcr-mundurer zwischen der thüringischen Saaleund der Elbe, die Semnonen zwischen derElbe und Oder, die Longobarden um die

Havel.