Druckschrift 
Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
348
Einzelbild herunterladen
 

348 Hl. Abtheilung. IX. Kapitel.

des Regens und heitern iWetters; die Luftelertrici-ten; der Magnetismus in allen Klassen seiner Phäno-mene; die Verhältnisse des Zustandes der Lust mit un-sern Sensatlvnen; die vorübergehenden und selbstlokalen ansteckenden Krankheiten; der geringe Zusam-menhang zwischen der Vegetation (sowohl überhauvtals bey gewissen besondern Produkten) und der verschie-denen angemerkten Charakteren der Jahrszeiten. Allediese großen Naturzüge auf unserer Erde sind noch füruns, was die sie bewirkenden Ursachen betrift, ein Ge-heimniß, und man würde bey fortgesetzten meteorologi-schen Beobachtungen abgeschreckt werden, wenn mannicht bedachte, daß die Ursachen, deren Grade in derIntensität unsre verschiedenen Instrumente anzeigen, sicherzu der Anzahl derjenigen gehören, welche auf diese Phä-nomene Einfluß haben, und daß, wenn man andre ent-decken oder vermuthen wird, diese ersten, ihre Wirkun-gen zu entwickeln und zu bestimmen, beytragen werden.

H. L55.

Wenn man also die Lehren der Natur-Chemie, überdie, welche uns die nnsrige an die Hand giebt, erhebt,-so gedenke ich diese dadurch nicht herabzusetzen; und imGegentheil betrachte ich sie als eine der ersten Quellendessen, was wir an wahrer Kenntniß besitzen. MeineAbsicht aber ist, bemerken zu lassen, daß die geringstenmeteorologischen Phänomene, mit eben der pünktlichenGenauigkeit studiert werden müssen, die wir beydemStudium einer kleinen Menge Luft in unsern verschlos-senen Gefäßen anwenden; und daß jetzt diese ersten Phä-nomene uns zu Führern bey Untersuchung der letzten die-nen müssen. Denn so wie wir nur unvollkommen dennatürlichen Gang der Thiere kennen, die wir gezähmthaben; eben so wenig können wir über alle Kräfte und

Modi-