Druckschrift 
Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
320
Einzelbild herunterladen
 

Z2o III. Abtheilung. VII. Kapitel.

mir seht wahrscheinlich, wie Herr von Saussure glaubt,daß der Thau alsdann einen weiter bilde, welcher in diedem Boden benachbarte Luft elektrisches FlilidtlM ab-führt, und ich hege über die Quelle dieses Fluidumsfolgende Vermuthung. Obgleich die Lust nur langsammit dem Erdboden das elektrische Fluidum theilt, wel-ches nach meiner Voraussetzung sich hier täglich bey hei-term Wetter bildet, so theilt sie ihm doch etwas mit:und da, durch die dem Boden am nächsten gelegeneSchichte, es unmittelbar durchgelasscn wird, so beraubtsich diese Schichte dadurch desselben mehr als die andern.Dies ist ohne Zweifel die Ursache von der Beobachtungdes Herrn von Saussure (h. 798) daß selbst alsdann,da er kein elektrisches Zeichen in der dem Boden benach-barten Luft erhielt, wenn er eine, durch einen Metall-drath mit seinem Elektrometer verbundene bleycrnc Ku-gel 40 bis 50 Fuß in die Höhe warf, dieses alsdannelektrische Zeichen angab. Die Bleykugel erreichte als-dann eine Luftschichte, die ihres elektrischen Fluidumsdurch den Boden weniger beraubt war, als diejenige,in der sich das Elektrometer befand, und die elektro-phorische Wirkung dieser über dieKugel und ihren Dratherhabnen Luft, ließ einen kleinen Theil ihres eignen elek-trischen Fluidums in die Markkugeln hinein gehen8? i.). Diesen Unterschied nun in der Menge deselektrischen Fluidums zwischen der Luftschichte, die un-mittelbar mit dem Boden in Verbindung ist, unh denhöhern Schichten ist hinreichend, um die Zunahme derElektricität in der ersten dieser Schichten beym Faltendes Thaues zu erklären; dieses begegnet dem Einwürfe,den man daraus gegen die Ursache ziehen könnte, welcheich dem allgemeinen Phänomen zugeschrieben Habe.

§. 8zr.