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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
231
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Meteorologische Betrachtungen des Lichts. 2zi

Hiemit will ich jetzt einige Betrachtungen verbinden, wel-che wir zu der Wahrscheinlichkeit dieser Idee beyzutra-gen scheinen.

§. 746.

Wenn das Licht ein Bestandtheil des Feuers ist(wor an ich bis jetzt noch keinen Grund zu zweifeln finde) ;wenn die luftformigen Flüssigkeiten mehr latentesFeuer haben als die wasserigen Dünste , (welches wirsehr wahrscheinlich scheint); wenn das Licht durch Ver-bindung mit einer besondern Substanz Feuer hervor-bringt, (welches aus den Eigenschaften des letzten fliest,weswegen ich es in die Klasse der Dünste gesetzt habe) :so werden die Funktionen der Sonnenstrahlen in derAtmosphäre und insbesondre die Wärme die sie hierhervorbringen, sehr wichtige Gegenstande für die Me-teorologie. Denn alle große Phänomene derselben, diein einerley Grade dunkel sind, hängen vermuthlich durchein unbekanntes Band mit einander zusammen. DasLicht aber scheint an diesem Bande großen Antheil zuhaben; wäre es auch nur aus der einzigen Betrachtung,daß die Substanz, welche mit ihm Feuer erzeugt, sichin der Atmosphäre in Verbindung mit einer andern at-mosphärischen Flüssigkeit befinden muß, und diese Ver-bindung nicht aufhören kann, daß nicht daraus andrewichtige Vcrändrungcn entsprängen. Es ist also noth-wendig diesen ersten Punkt soviel als möglich aufzuklä-ren, nämlich: ob die Sonnenstrahlen wirklich nur inder Atmosphäre Wärme erzeugen, indem sie sich hiermit einer andern Substanz verbinden. Und da Herr vonSaussure meine Theorie hierüber, welche schon in mei-nem Werke über die Geologie vorgetragen war, bestnt-ten hat; so will ich diese Materie wieder vornehmen, umauf seine Einwürfe zu antworten.

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