144 HI- Abtheilung. II. Kapitel.
der Hypothese eines Vertikalen Windes keine kalteSchichten vorhanden seyn können; denn die Schichten,welche anfangs kalt waren, wären durch das Aufsteigender unten in der Atmosphäre erwärmten, weggetrieben.„Die Undurchsichtigkeit dieser verdichteten Dunste (fährter fort) verbirgt die Sonne vor den übrigen Säulen, sieerkaltet plötzlich, verwandelt die Feuchtigkeit die sie ent-hält in Schnee oder Eis." Ich habe bereits oben(§. 596.) Herrn von Saussure selbst gemäß bemerkt,daß jede Wirkung, die aus diesem Umstände entspringenkönnte, Nebel oder Thau wäre: es erhellt aber nochunmittelbarer aus Theorie und Erfahrung, daß die bloßeDazwischenkunft von Wolken in einer, wie man an-nimmt, anfangs von der Sonne sehr erhitzten Lust, sienicht auf den Punkt erkalten könne, um hier Schneeoder Eis hervorzubringen. „Dies ungeheure Volumenvon Dünsten, (setzt Herr von Saussure hinzu) verliertplötzlich seine Elasticität, die Luft selbst verdichtet sich;daraus entspringt ein ungeheurer leerer Raum, Windevon größter Heftigreit; ein noch größeres Erheben desMeers als zuvor und Ueberschwemmungen von aller Art."Herr von Saussure hat hier nicht nach seinen Versuchengeschlossen, wie er that, um meine Hypothese von denVeränderungen des Barometers zu widerlegen. Dennwenn die ganze Atmosphäre, indem sie von der äußer-sten Trockenheit zur vollkommnen Sättigung beyeiner Temperatur von -s- >6° nach unserm Thermometerübergeht, nur ^-4 >ht'er Masse an Dünsten erlangt;wie könnte eine Veränderung in der Wärme, die bloßvon der Dazwischenkunft der Wolken herrührte, soschreckliche Wirkungen in dem Theile der Säule hervor-bringen können, auf den sie Schatten würfen; unter-dessen die nothwendige stufenweise Wirkung dieses Erkal-tens, höchstens die langsame Zerstörung einer Menge
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