iz2 III. Abtheilung. II. Kapitel.
man Wasser auf rothglühcnde Körper schüttet, betroffen,folgerte er daraus (Alpenreise §. «07) daß hier eineVerbindung vvrgienae, aus der die Erzeugung einerneuen Menge von cleklnschem Fluidum entsprängeund setzt darauf hinzu: „derselbe Versuch zeigt sehr deut-lich die Ursache von der ungeheuren Menge der Elektrici-tät an, die sich bey Ausbrüchen der Vulkane entwickelt;denn das Wasser, welches zu ihrer Entzündung beyträgt,wird durch das Gewicht der Luft und die Gewölbe derunterirdischen Höhlen zusammengedrückt, fällt oft in dieFeueressen und nimmt einen Grad von Hitze an, der wahr-scheinlich weit größer ist, als den wir ihm bey unsernVersuchen geben können." Ich betrachte also auch dieseBlitze, welche zuweilen die Dampfsäule des Vesuvsbegleiten, als eine wahre Erzeugung des elektrischenFluidums: ich bin aber geneigt zu glauben, daß diesFluidum in der Luft und nicht in den Eingeweiden desVulkans seinen Ursprung nehme; oder daß zum wenig-sten eine, in dieser Absicht im Vulkan angefangene Ope-ration^ sich draußen endige. Denn ich begreife nicht,wie der Dumpf beym Herausgehen aus dem Vulkannoch genung mit elektrischein Fluidum überladen seynkönnte, um Blitze von sich zu schleudern; weil das Ge-birge durch seine Feuchthcit oder seine Wärme zu sehr lei-det, als daß es nicht diese Säule entladen sollte, wenn sie,bey ihrer Erhebung aus dem Grunde des Schlundes,schon mir dieser Menge von elektrischem Fluidum, dassich von außen offenbaret, beladen wäre. Diese Verschie-denheit in der Meinung über den Ort wo sich das elek-trische Fluidum, das aus dieser Säule auefahrt, bildet,verändert aber nichts in der vorzüglichen Folgerung dieich aus der Prüfung des Phänomens ziehen wollte, näm-lich: daß dieaus dieser Dampisiaule geschleuderten Blitzekein Beyspiel von dem sind, was Herr von Saussure
glaubt,