Druckschrift 
Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
111
Einzelbild herunterladen
 

Von dem Regen. lu

Dünste hier versammleten. Die Luft war aber unteruns vollkommen heicer, als die Wolken sich in der sotrockenen Schichte, wo wir uns auf dem Bunt befan-den, bildeten; und wir sahen sie auch in der höhern Ge-gend so lange heiter, als derSckleyer der sich etwas überuns bildete, es uns bemerken ließ. Dieser Schleyer stiegalso nicht aus den obern Gegenden.

§- 6z?.

Folgendes fließt also als Resultat aus der unternom-menen Prüfung. Die Versuche des Herrn von Saus-sure haben bewiesen, daß an der Quelle der Dünsteselbst, d. h. unten in der Atmssphäre, ihr MapimlUNnur eine sehr geringe Menge von Wasser ausdrückt.Unsre hygromckrischcn Beobachtungen haben gezeigt, daßdie Dünste sich nicht in dem untern Theile der Atmos-phäre aufhalten, weil sie hier nur selten in ihrem Mapi-MUM sind; und daß man dennoch immer eine geringereMenge findet, so wie man sich auf den Gebirgen erhebt.Es blieb die, mit meiner Theorie bestehende Idee übrig,daß die Dünste' sich in höhern Schichten, als in welchenwir unsre Beobachtungen angestellt, sammlen könnten.Wenn sich aber die Wolken aus hohen Dünsten bildenkonnten, welche durch das Erkalten herabstiegen; sowürde die Luft immer auf eine beträchtliche Höheihre Durchsichtigkeit verlieren, ehe sich die Wolken inden Schichten, wo sich der Regen bildet, offenbarten;welches den allgemeinen Phänomenen durchaus entgegenist, und dem noch deutlicher, durch die Regen, welcheplötzlich in einer heitern Luft entstehen, wie ich angeführthabe, widersprochen wird. Diese Regen verdienen alsostudiert zu werden, und um so mehr, weil sie oft von ebenso unbegreiflichen Symptomen als sie selbst sind, beglei-tet werden.

Zwey,