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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
107
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Von dem Regen. 107

den Derändrungen des Barometers gründete, zog ichdie Bestimmung nicht aus meiner Theorie, sondern ausder angenommenen Meinung über die Ursache des Re«gens, über welche ich damals keinen Zweifel hegte. Ichwill sogar noch zusetzen, daß, als ich gegründete Ein-würfe gegen diese Meinung gewahr wurde, meine Theo-rie selbst mir sie untersuchen half; so wie sie zugleich ge-nauer geworden ist, durch die Einwendungen welche siebey einigen meteorologischen Phänomenen antraf. Ichhabe daher diese Theorie eingeschränkt; nämlich den Theil,welcher die wafsrigen Dünste in den Phänomenen an-geht, die ihnen sicher zugehören: d. h. diejenigen aus derHygrolvgi'e, auf welche ich lange Zeit meine Aufmerk-samkeit geheftet hatte, weil sie die einzigen sichern Füh-rer in dem Studium der Meteorologie sind. Je mehrKenntnisse ich aber über diesen Theil meiner Untersuchun-gen erlangt habe, desto auffallender wurde die Dunkel,heit, die ich immer in den andern gefunden hatte. Ichhabe mich immer mehr in der Fundamcntaltheorie, anderen vorzügliche Gesetze ich hier erinnerte, bestärkt; abermeine Hypothese über die Verandrnngen des Baro-meters hat alle Wahrscheinlichkeit verloren; wenigstensin so weit sie an die Annahme einer Menge von wafsri-gen Dünsten gebunden ist, die im Stande sey, das Ge-wicht der atmosphärischen Säulen so sehr zu verandern,daß es das Zeichen des Regens angiebt. Jedoch scheintmir diese Hypothese jetzt nicht in ihrem Grunde selbstmangelhaft; denn es ist außer Zweifel, daß sehr häufigeine Verbindung zwischen dem Fallen des Barometersund einem nahen anhaltenden Regen sey. Obgleichalso nicht wirklich vorhandene wastrige Dünste dasBarometer als Anzeige dieser Regen fallen machen;so scheint mir doch wahrscheinlich, daß dies Phänomenvon einer Vecändrung in der spezifischen Schwere

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