Von dem Regen.
97
ren; aber meine Theorie über die Ausdünstung giebt vondiesem Phänomen Rechenschaft, indem sie die Bildungder Dünste durch Verwandlung des Wassers in ein elasti-sches Aluidum erklärt." Ich will überhaupt eingcstehen,daß meinem Werke über die Modifikation der Atmos-phäre schwer zu folgen sey und daß man darinn nochdas Tappen verspürt. Aber wegen der Natur der Ge-genstände selbst, die ich darinn abhandelte, konnte mannur noch tappend weiter gehen. Ich hatte mich entschlos-sen (sagte ich am Ende meiner Geschichte dieses Zwei-ges der Physik) die Bücher wegzulegen und die Na-tur allein um Rath zu fragen, indem ich ihr, Schrittvor Schritt, so weit sie mich führen wollte, folgte;aber damals als ich schrieb, war ich noch sehr weit vomEnde der Untersuchungen, die sie mir eingab, da ich so-gar jetzt noch sehr davon entfernt bin. Herr de la Con-damine nöthigte mich zum Schreiben, als ich am mei-sten mit Versuchen und Beobachtungen beschäftiget war;weil die Gegenstände meiner Untersuchungen zu ausge-dehnt wären, als daß ich allein ihnen folgen sollte. Ichsicng also mein Werk - 761 an, ein Theil war schoit 176;gedruckt, indessen wurde es erst 1772 geendigt, weil ichnickt mehr Anhang auf Anhang schreiben wollte. Dennselbst damals arbeitete ich am Hygrometer, das ich balddarauf auf den Gebirgen von Sft't beobachtete und ichhabe seitdem nie aufgehört die Hygrologie und Meteoro-logie vor Augen zu haben.
5 §. 626.
Es ist also nicht zu verwundern, daß einige Ideen,die ich in diesem ersten Werke vortrug, gewagte Muth-maßungen waren und andre hierin dunkel ausgedrücktsind. Ich empfand überall die Nothwendigkeit einesHygrometers, um den Einfluß der Dünste auf dieDe ftks Meteerol. Th. G Atmos-