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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
71
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Von dem Regen. 71

ist, denn ich habe nie einen solchen Wind wahrgenommenund Herr von Scuissure nimmt ihn an, ohne ein Bey-spiel davon zu geben.

§. 602.

Wir wollen noch um einen Schritt, in dieser Folgevon Wirkungen, welche Herr von Saussure ersonnenhat, zurückgehen, und werden um so besser sehen, daßder Regen nicht durch das unmittelbare Produkt deeAusdünstung erklart werden könne. Außer der Annah-me eines Morgens, als eines nothwendigen Umstandes,nimmt er ferner an, daß die Erde selbst mit Wnsievbedeckt oder wenigstens getrankt seyn müsse. Dashcist aber nur den Regen nach dem Regen erklaren;auch sagt er selbst, indem er die Beschreibung dieser Folgevon Wirkungen endigt:Dies geschieht jedesmal wenndie Sonne nach dem Regen scheint: die Luft ist atsdannmit Dünsten gesättigt, die Erde mit Wasser getränkt;

man sieht diese Erde sich erwärmen, dampfen in

wenig Stunden sammlen sich dieser Dampf, diese Dünste,das Wetter wird trübe und bald fängt es an zu regnen;wenn sich nicht ein trockner Wind erhebt, welcher dieDünste auflöst, oder die Wolken, sowie sie sich bilden,zerstreuet." Dies ist der Fall, den ich untersucht habe,und will also nur zusetzen; daß die Phänomene, wie dieTheorie, der Annahme entgegen sind, , daß es regnenmüsse, weil es schon geregnet hat, wenn nicht eine Ver-änderung in dem Winde vorgeht." Wenn man auf dieUmstände bey der Wiederkunft des schonen Wettersachtet, so wird man sogleich sehen, daß es oft beyWindstillen Statt hat, indem sich die Wolken sodannan dem Orte selbst, wo sie Regen verbreiteten, zerstreuen:und daß die Heiterkeit der Luft, sich oft bey demselbenWinde, bey dem es regnete, wieder herstellt.

E4 H. 60z.