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Zweyter Theil (1788)
Entstehung
Seite
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Von dem Regen.

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ihnen erhoben hätten. Bey der Hypothese eines verti-kalen Wmbeö also, der durch die Wärme und elasti-schen Dünste gebildet ist, fände keine Ursache von Ver-dichtung der Dünste Statt. Denn es kommt hier nichteine gewisse Luftsäule von kleinem Durchmesser in Betrach-tung, welche durch eine besondre Ursache erwärmt kalteSchichten durchstriche; es betrift den ganzen Theil derAtmosphäre, auf welche die Sonne merklich in demselbenGrade ihre Wirkung ausübt und die sich, wie man an-nimmt, von unten in die Höhe erhebt. Bey einer solchenAnnahme wären keine beständige obre Luftschichten; Hiees jetzt wären, würden bald durch von unten kommendeersetzt. Dadurch würde die Kälte oben in der Luft auf-hören , und die immer aufsteigende Luftsäule würde sichin die Höhe der Atmosphäre verbreiten, indem sie dieWärme und Dünste mit sich fortnähme. Es könntensich also nirgends Wolken bilden, weil keine individuelleLuftschicht« da wäre, die sich in der Atmosphäre in dem-selben Gleichstande erhielte.

§. 599-

Ich habe in dem Vorhergehenden nur das betrachtet,was man von einem vertikalen Wlnde, wie ihn Herrvon Saufsnre sowohl hier als an andern Stellen seinesWecks annimmt, erwarten müsse; jetzt will ich aber wei-ter gehen und zeigen, daß ein solcher Wind niemals exi-stiren kann. Die Sonne erleuchtet immer eiue ganzeHälfte der Erde; und im diesem ganzen Raume bringt sieimmer mehr oder weniger zwey Wirkungen hervor, dieLuft zu erwärmen und die Ausdünstung zu vermehren.Es kann hier also keine als Strom aussteigende Säulegeben, welche merklich leichter als ihre benachbarten ge-worben wäre; die Abstufungen unter ihnen sind zu un-merklich , um eilte solche Bewegung in irgend einem be-

E » stimm-