Druckschrift 
20 (1808)
Entstehung
Seite
403
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bemerkte nur, daß keine einzige von denvorgebrachten Beschuldigungen erwiesen sey.Dennoch glaubte sich das Rcvolutionstribu-nal berechtigt, ihr (16. Ott.) das Tobesturtheil zu sprechen. Sie hörte es mit scheinebarer Sündhaftigkeit an; aber in das Ge«fängniß zurückgekehrt, brach sie in einenScrom von Thronen aus. Sie blieb nuneinige Stunden allein. Hierauf ließ sie sichdie Haare abschneiden; auch vertauschte siedie Witttvenkleidung gegen ein weißes Ge-wand. Nun schlief sie bis zur Hinrichtungs-zeit ganz ruhig. Wie rührend war der Ab-schied von ihren Kindern!Ich gehe zueurem Vater!" Man sehte sie auf einenKarrn, die Hände auf dem Rücken gebun-den. Sie schien auf den cousiitutionellenPriester, der sie begleitete, und auf dasdie Nichtbühne auf dem Grevcplah umge-bende Volk wenig zu achten; aber in ihremGesichte drückte sich der Herzenssturm durchabwechselnde Schamröthe und Todesblassc aus.Ihr Kopfhaar war ganz weiß. Auf derBühne, die sie schnell bestieg, betete sie vorihrer Hinrichtung, auf den Kuiecn liegendmit Inbrunst. So büßte Marie AntonieC c 2 für