Das reiche Frankfurt in der Nähe vonMapnz zog die Aufmerksamkeit der revolu-tionären Franzosen gar zu lebhaft auf sich,als daß nicht der Gedanke, sich desselbenzu bemächtigen, in ihnen entstehen sollte.Der General Neuwinger gieng, gleich nachder Uebergabe von Mapnz (22. Oct.) bepOppenheim über den Rhein, und ließ, durchden Obersten Houchard, die Stadt Frank-furt zur Oeffnung ihrer Thore auffordern.Der Magistrat besann sich nicht lange, die-ser Aufforderung Gnüge zu leisten. Cnstinevernachlässigte jetzt seine Generalspflichcen sosehr, daß er die Artillerie und Munitionim frankfurthcr Zcughause der Bewachungder Bürger überließ. Um so lebhafterdrang er auf die schnelle Entrichtung einerContribution von zwep Millionen Gulden.Man rechtfertigte diese Eontribution durchdas Vorgeben, die frankfurter Zeitungenhätten über die französische Revolution un-günstig geurtheilt; die frankfurter Kauftlcute wären dem Kaiser und den Emigrirtcnin ihren Geldgeschäfften bchülfltch gewesen.So wenig ihnen dieß, vornehmlich der letztePunkt, zum Verbrechen angerechnet werden
konnte