III
die königliche Familie zu befördern suchte.Und dennoch soll eben dieser Mirabeau, aus-ser einem Geschenke von 600.000 Livres,rnonathlich 50,000 Livres vom Könige gezo-gen haben. Dieser charakterlose Mann wur-de aber durch seine gewaltigen Anstrengungenendlich so angegriffen, daß er (1791 März)in eine heftige Krankheit verfiel, die ihmunerträgliche Schmerzen verursachte. Den-noch blieb sein Geist so heiter, daß er zu-weilen sogar seine Leiden vergaß, daß viel-leicht seine Sprache nie richtiger, kraftvollerund schöner war. Auch nahm er an denVerhandlungen der Nationalversammlung nochimmer einen lebhaften Antheil. Zu seinemTobe (2. April) bereitete er sich mit der be-wundernswürdigsten Fassung vor. Seine Be,erdigung war sehr feyeriich. Aber schon zuEnde des folgenden Jahres erklarte man ihnder Verehrung der Nation für unwürdig,entfernte man seine Büste, uud seinen Leich-nam, aus dem Pantheon. Man hatte inseinen Briefen manche Beweise von Unred-lichkeit, von geheimen Entwürfen für dieWiederherstellung der königlichen Gewalt,gefunden.
Die