Druckschrift 
18 (1807)
Entstehung
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344
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sich, mehr als viele andre Könige, eineMenge Kenntnisse erworben, hatte er sichzum Schriftsteller gebildet. Er war nichtnur Politiker, sondern auch Geschichtschrei-ber und Dichter. Für berühmte Gelehrte,vornehmlich für Philosophen, hegte er einebesondre Achtung, während daß er die Theo-logen nur Prediger und Pfaffen nennte.Deutschen Gelehrten wurde die Ehre, zu sei-nem Umgänge gezogen zu werden, nicht zuTheil. Diese genossen nur Franzosen undItaliener, als Voltaire, Manpertuis, d'Ar-gcns, Algarotti, Lucckesini u. a. m. Frie-drich war zwar oft hitzig und aufbrausend,aber auch zuweilen unerwartet geduldig undsanftwüthig. Die schönste» Züge seines Cha-rakters machten Rechtlichkeit, Offenherzigkeitund Freymüthigkeit aus; aber seine Erfah-rung hatte ihn gelehrt, nicht leicht jemandsein Vertrauen zu schenken. Vorzüglich hoch,und zwar aus Grundsätzen, schätzte er denStand der Militarpcrsonen, deren Rath ersich sogar in Nechtsangclegcnheiten, in Kir-chen - und Schulsache», bediente. Er ver-sorgte daher die zum Feldzuge untauglichen

Offi-