Druckschrift 
18 (1807)
Entstehung
Seite
342
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er wenig vom Kopfe brachte, war ganz kahl.Der geringe Werth seines Klctdervorratheserhellt schon ans dem Umstund, daß ihn einJude für 40O Thaler erstand. In älternJahren wurde Friedrich immer unreinlicher.Dazu trug auch sein häufiges Tabacksschnup»fen bey. Sein Hofstaat war gar nicht glän»zend. Gewöhnlich war er nicht von Kam«mcrherrn umgeben, und seine ganze Bedielnung bestand in zwey Pagen, zwey Husarenund zwey Lakcyen. Unter diesen wählte ersich einige Lieblinge, bey welchen er Haupt»sächlich auf ihr Gesicht, und ihren Wuchs,Rücksicht nahm. Diese durften nicht mitFrauenzimmern umgehen.

Zu Friedrichs Vergnügungen gehörten,ausser dem Lesen vortrefflicher, meistens fran»zösischer Schriftsteller, und dem Flötenspie»len, starke Leibcsbewegungcn, als schnellesReiten, und das Anschauen der Waffcnübun»gen seiner Soldaten. Von seiner Lust, gutzu essen und zu trinken, ließ er sich zu sehrbeherrschen. Des Mittags speisete er ge»wöhnlich nur von acht Schüss'ln, die abersehr gewürzt seyn mußten. Genau um 12

Uhr,