ZO7
Stellen, durch die Kunst sorgfältigst verwahrt,sehten jedem Schritte der Preussen unübcr-steigliche Hindernisse entgegen. Die Oestrei-cher standen, unter Joseph und Lascy, ander Elbe, und, unter Laudon, an der Jser.Dort stellten sie sich dem Könige, hier sei-nem Bruder entgegen. Eine beträchtlicheAbtheilung der Oestreicher befand sich an derGränze des östreichischen Schlesiens, umdie den Befehlen der Generale Stutterheimund Werner unterworfenen Preussen zu beob-achten.
Joseph schränkte sich, von dem vorsichti-gen Lascy geleitet, blos auf Vertheidigungein, weil er voraussah, daß Friedrich, ohnedrückenden Mangel zu empfinden, und seineArmee durch Ausreisten gewaltig vermindertzu sehen, in Böhmen nicht lange stehen blei-ben konnte. Der bedächtiger gewordene Frie-drich , der seinen im siebenjährigen Kriegebefestigten Kriegsruhm, durch eine rascheUnternehmung, nicht auf das Spiel sehenwollte, erwartete eine günstige Gelegenheit,seinen Gegner mit Vortheil anzugreifen; die-ser vereitelte jedoch durch seine kaltblütigeU 2 Stand«