Druckschrift 
18 (1807)
Entstehung
Seite
303
Einzelbild herunterladen
 

Z0Z

Dieser wollte den unternehmende» Jo-seph nicht zu mächtig werden lassen; er wollteihm, als Rcichsobcrhaupt, nicht zu viel eiu-räumen. Von ihm aufgemuntert, mußte derHerzog von Zweybrücken, den er durch denGrafen Görz noch zu rechter Zeit hatte stim-men lassen, seinen Widerspruch gegen denvon dem Kurfürsten Karl Theodor geschlosse-nen Vertrag feyerlich erklären, und seinenSchutz auffordern. Friedrich spann nun mitdem Hofe zu Wien Unterhandlungen au.Der Kaiser sollte, seinem Verlangen nach,den vorigen Zustand wieder herstellen, unddie Erörterung seiner Ansprüche der Neichs-verfassung gemäß einrichten. Der Hof zuWien vermied in seiner Antwort alle um-ständlicher» Erklärungen; er fand steh durchPreussens freundschaftlichen Antrag beleidigt.Kaunitz äusserte gegen den preussischen Ge-sandten in einem stolzen Tone, die Kaiserinwürde nicht zugeben, daß ein Neichsfürsi,unter dem Vormunde, die Rechte eines an-dern zu vertheidigen, sich zum Nichter oderVormund desselben aufwerfe, und ihr dieFreyheit gesetzmäßiger Erwerbungen streitigmache. Joseph und Kaunitz waren über-haupt