Druckschrift 
18 (1807)
Entstehung
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301
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gcrs des unglücklichen Karls VII. Dieserstarb (1777 am 10. Dsc.) an den Kinder-blättern, die seine unwissenden Aerzte fürunbedeutende Flecken gehalten hatten, alsder letzte seines Stammes. Dieß gab demnächsten Stammvetter, dem Kurfürsten KarlTheodor von der Pfalz, ein Recht, das ganzebayerische Land in Besitz zu nehmen.

Schon zur Zeit Franz I hatte man zuWien den Plan gehabt, Niedcrbaycrn mitden übrigen östreichischen Landern zu verei-nigen. Jetzt schien der Zeitpunkt, diesenPlan auszuführen, gekommen. Die Schwe-ster des letzten Kurfürsten von Bayern warJosephs Gemahlin gewesen. Da sie aberkeine Kinder hinterlassen hatte, so konnte siezu keinen Ansprüchen den Vorwand geben.Man suchte daher alte Rechte auf, die langsterloschen waren. Joseph erklärte, als Ncichs-oberhaupt, verschiedene bayrische Neichslehnefür erledigt. Er war es auch, der den Vor-schlag that, Niederbayern sogleich in Besitzzu nehmen. Kaunitz hatte Mühe, die MarieTheresic zur Ausführung dieses Vorschlageszu stimmen. Der neue Landesherr sah

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