!O4
Dubarry, verschwendete ihr Schwager, derGraf Dubarry, dessen Maitresse sie einst ge«wescn war. Dieser wies nur auf Frcrct(d. i. den König) an. Die Dubarry nahmaus dem königlichen Schatze, so viel sie wollte;sie soll in fünf Jahren dem Staate 180 Mil-lionen Livrcs gekostet haben. Die Ministerscheuten sich gleichfalls nicht, den Schatz zubcstchlen. Man ließ den König selbst denersten Wucherer im Reiche machen; manließ ihn mit StaatSschcinen, Getreide, wu<chern; man verleitete ihn zu den niedrig-sten Operationen. Die Achtung für den Kö-nig verschwand immer mehr, und man sehntestch immer lebhafter nach einer Thronverän-derung. Ludwigs XV Körper kämpfte schonseit langer Zeit mit geheimen Krankheiten,die eine Folge seiner sinnlichen Ausschweifun-gen waren. Hierzu kamen die Kindecblat-tern, kam ein bösartiges Fieber. Der Gangder Krankheit wurde sehr bedenklich. Indiesem Zustande, wo Ludwigs unterdrücktesMoralgcfühl sich wieder zu regen anfieng,schickte er die Dubarry bald fort, bald ließer sie wiederkommen. Endlich gab er ihrden ernstlichen Rath, sich auf d'Aigutllons
Lust«