Druckschrift 
13 (1805)
Entstehung
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365
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Der Krieg gegen die Türken nahm jetztbald einen andern Gang. Zwar konnte derObergcneral Montccuccnli (1664), da dieNeichsarmee nur sehr langsam herbeyrückte,dem Großwessir die Eroberung der FestungNeuscringwar nicht verwehren; aber die Tür,kcn fühlten doch nun bald die Uebcrlcgcnheitder Christen, die sich nicht sowohl aufihreZahl,als auf ihre höhere Taktik, gründete. Dieß be-wies besonders die Schlacht bey St. Gotthardt.Der Großwessir gicng mit seiner Armeeüber den Naab, um die vereinigten Christenanzugreifen. Als er aber (1. Aug.) erst dieHalste derselben übergesetzt hatte, griff ihnMoutecucculi mit so glücklichem Erfolge an,daß der Großwessir die Schlacht, und i^ocooMann, verlohr. Die Franzosen waren dieersten, die unter die Türken eindrangen.Die Erwartungen, die man sich von diesemglänzenden Siege machte, wurden jedochnicht erfüllt. Das vereinigte Heer war be-reits bis auf 24000 Mann vermindert, unddie Neichsfürstcu schienen zur Ergänzung ih-rer Mannschaft nicht sehr geneigt. Die Un-gern fochten mit geringer Bereitwilligkeit ge-gen die Türken, weil der Hof zu Wien ih-ren