Staatsangelegenheiten wenig Theil nahm,und Norwegen in seinem Nahmen durch eisncn Vicestatthalter regieren ließ. Die Stelle,die diese beyden Lieblinge Christians V unbe-setzt ließen, die Stelle eines Nathgcbers, ei-nes Ministers, füllte Schumacher ans.
Peter Schuhmacher, der Sohn eineskopcnhagner Weinhändlers, der von Chri-stians V Vater unterstützt, seine vorzüglichenGeistesfähigkeiten so frühzeitig ausbildete,daß er schon in seinem elften Jahre öffent-lich disputjrte, und anatomische Entdck-kungen machte, stieg, nachdem er fremdeUniversitäten und Länder besucht hatte, imDienste des Königs, bis zur wichtigen Stelleeines Cabinetssccrctärs empor. Er war derVerfasser des Königsgesetzes. Als er aberseine» Einfluß gar zu eigennützig behandelte,so entzog er sich dadurch König FriedrichsVertrauen so sehr, daß dieser seinem Nachefolgcr den Rath gab, zwar Schuhmachersgroße Kenntnisse zu benutzen, aber ihn nichthöher steigen zu lassen. Dennoch übertrugihm Christian V, zum großen Acrgcr desneidischen Güldenlöwe, die ganze Leitung derNegierungsgeschäffte, und der eben so recht-schaffne