Druckschrift 
13 (1805)
Entstehung
Seite
314
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stet; die Staatscasscn waren leer, die Men<ge der Schulden sehr beträchtlich; die Krön-guter befunden sich entweder in den Händender Gläubiger, oder in der Gewalt derSchweden; die Bürger waren entweder durchPlünderungen, oder durch Kriegscontribu-tioncn, verarmt. Es fehlte an Geld, dieSoldaten zu bezahlen, und diese erlaubtensich daher allerley Gewaltthätigkeiten. Wennvon neuen Abgaben, um den Scaatsbcdürf-nissen abzuhelfen, die Rede war, fo wollteder reiche Adel der Theilnahme an denselbensich immer entziehen. Die niedern Ständefühlten das Drückende dieser Vorrechte, diesich der Adel anmaßte, bis zur äusserstenUnzufriedenheit. Diese wurde in der ReichstVersammlung, auf welcher man (seit demSept. 1660) über die Noth des ReichesVcrathschlagungen anstellen wollte, besonderssehr merklich. Aber der Bürgerstand, unddie Geistlichkeit, fühlten sich auch dadurchgekrankt, daß sie durch den Adel der Theil-nahme an der Künigswahl, und an andernStaatsangelegenheiten, alimählig beraubt wor-den waren; daß Bürger und Bauern keineLandgüter mehr kaufen sollten; daß die Bür-ger