kennen. Dieß reihte die freyhcitsliebendenLeute so sehr znr Erbitterung, daß sie seit-dem mit den Polen beständig im Kriege leb-ten. ' Zum Unglücke war die polnische Na-tion unter einander selbst uneinig, und Zän-kcrcyen und Empörungen dauerten unter ih-nen fast ohne Aufhören fort. Fast jederFeldzug wurde durch einen Aufstand derSoldaten unterbrochen. Während die frem-den Räthe des Königes, und seine Günstlin-ge, durch die schlechte Wirthschaft und kraft-lose Regierung, zu der sie den König ver-leiteten, allgemeinen Haß auf sich zogen,und den Geist der Unruhe verbreiteten,glaubte sich der Adel zum tyrannischen Ver-fahren gegen seine unglücklichen Untertha-nen berechtigt, wurden, auf Antrieb der ka-tholischen Geistlichkeit, sowohl Einzelne, alsganze Provinzen, ihres Glaubens wegen,gedrückt und verfolgt. Das Mißvergnügenüber den König Siegmund, der dieß alleszuließ, war so groß, daß ihn ein schwärme-rischer Bösewicht (1620) ermorden wollte;zwey leichte Wunden waren jedoch der ganzeErfolg des schrecklichen Anschlags. Das Be-wußtseyn, von der Nation sich nicht geliebt
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