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groß war von jeher ihr Nationalstolz! Chri-stina gicng über Hamburg nach Antwerpen.Zu Münster legte sie schon wieder die Klei-dung ihres Geschlechtes an. In Brüssel zogsie (im Dcc.) mit vieler Pracht ein, undgleich am folgenden Tage gieng sie zur ka-tholischen Kirche über. Dieser Entschluß,der schon seit einigen Jahren bey ihr reifte,war eine Folge von den glücklichen Bemü-hungen der Jesuiten. Der erste, der ihrenfür die Sinnlichkeit gestimmten Charakterbenutzte, um ihr die Pracht des katholischenGottesdienstes recht anziehend vorzustellen,war Anton Maccdo, der sich (i6;i), alsBeichtvater des portugiesischen Gesandten,in Stockholm befand. Dieser schickte ihr(1652) zwey verkleidete Jesuiten. Auch derCapcllan des spanischen Gesandten zu Kopen-hagen soll sich in dieser Sache wirksam ge-zeigt haben. Aber mögen nicht auch Bour-delot und Pimentel, die ihr Vertrauen in sogroßem Maße besaßen, auf ihre Ncligions-gcsinnungen Einfluß gehabt haben?— Genug,sie schwor zu Brüssel, in die Hände desPaters Guemes, eines Dominicaners, derPimenteis Gesandschafcssecretar gewesen war,
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