Druckschrift 
13 (1805)
Entstehung
Seite
236
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artig singend und auf der Guitarre spielend,und alle Arten von wohlriechenden Wassernverfertigend, ja selbst in der Kochkunst nichtunbewandert, ihren ersten Leibarzt, ihrenVertrauten, vorstellte. Er brachte ihr eineAbneigung gegen alles Studieren, als gegen ct-was Nachtheiligcs und Pedantisches, bey. AlleBücher wurden nun auf einige Zeit wegge-worfen, aber auch alle Franzosen, sogar laGardie, entfernt. Bourdelot war fast dereinzige, dessen Gesellschaft sie duldete. DieGroßen des Reichs beklagten sich, daß ihnender Zutritt zur Königin fast ganz verschlossensey. Man bath die Königin, dem Schwä-tzer ihre Gesundheit nicht ganz anzuvertrauen;man beschuldigte ihn der Gottlosigkeit unddes Leichtsinns. Auch von der Mutter wurdeChristina gewarnt; aber sie nahm diese War-nungen sehr übel auf. Bourdelot befand sichnun zwar in Gefahr ermordet zu werden;er blieb aber demungeachtet noch ferner (bis1Ü5Z) in Schweden, und nahm, endlich ver-abschiedet, noch zoooo Thaler mit. Eswährte nun nicht lange, so wurde er vonder Christinn eben so wohl vergessen, alsverabscheut. Sie machte hierauf den großen

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