Druckschrift 
13 (1805)
Entstehung
Seite
234
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Wißbegierde war so unersättlich, daß siedurch die Befriedigung derselben ihrer Ge-sundheit schadete. Aber diese Wißbegierdewurde auch von einem vortrefflichen Gedächt-nisse, von einem durchdringenden Scharfsinne,von einer sehr gesunden Urrhcilskraft, unter-stützt. Und dennoch war es ihr Wunsch,nicht für gelehrt gehalten zu werden, oderwenigstens nicht das Ansehn einer gelehrtenFrau zu haben.

Ihre Liebe für die Wissenschaften warfür Schweden um so wohlthätiger, jemchres diesem Lande damahls noch an wissen-schaftlichen Ansialten, und an Gelehrten, fehlte.Sie legte (1640) die hohe Schule zu Aboin Finnland an; sie vermehrte die Einkünfteder Universität zu Upsala; sie stiftete dieAkademie der Wissenschaften zu Stockholm;sie unterstützte das Studieren von jungenLeuten; sie stand mit den meisten berühmtenSchriftstellern ihrer Zeit in Briefwechsel;sie berief manchen berühmten Gelehrten nachSchweden. Unter denen, deren Bekannt-schaft sie zu machen wünschte, befand sichder französische Philosoph des Cartcö. Er

kam