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ein Prinz, erzogen und unterrichtet werden,sollte m,m ihr von weiblichen Tugenden keineandre, als die Siltsainkcil, einprägen. Auchäusserte sie frühzeitig eine Abneigung gegenalle weiblichen Arbeiten. Im Essen, Trin-ken und Schlafen sehr mäßig, Hitze und Kalteohne Murren aushaltend, an der Jagd,an Laufen und Reiten ein lebhaftes Vergnü-gen findend, fühlte sie sich durch die gewalt-samste körperliche Anstrengung nicht ermüdet.Für den Unterricht in Sprachen und Wissen-schaften hatte sie aber eine besondere Nei-gung. Erst zehn Jahre alt, war sie schonmit den Anfangsgründcn von verschiedenenWissenschaften bekannt, sprach sie nicht nurfranzösisch und deutsch, sondern auch lateinisch.Spaterhin las sie den Thucpdides und denPolybius in der Ursprache. Seit ihrem zehn-ten Jahre unterrichtete sie Opcnsticrn täglicheinige Stunden in der Regierungsknnst.Auch trug er ihr alle Staatsangelegenheitenvor, und das zehnjährige Mädchen hörteseinem Vortrage mit Vergnügen zu. Seitihrem sechszehntcn Jahre wohnte sie denSitzungen des Rcichsrathcs bey, und ohneihre Zuziehung wurde kein wichtiges Ge-schasst«