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uen des ehrgeitzigen, herrschsüchtigen undungcstümmen Louvois auf. Niedrige Schmeich»ler und arglistige Jesuiten mißbrauchten seinemittelmäßige Urtheilskraft so sehr, daß erdie gröbsten Irrthümer für Wahrheiten, dieausgemachtesten Wahrheiten hingegen fürKctzereyen, Tugenden für! Verbrechen, dasElend von vielen Millionen für das größteGlück, hielt. Nichtig urtheilte er nur inDingen, die für seine Eitelkeit wichtig waren,vorzüglich in der Kunst, die Schönheit undWürbe seiner Person in das günstigste Lichtzu stellen. Diese Kunst verstand so leichtniemand besser.
Seine Eitelkeit war gränzenlos. Er besaßziemlich viel Witz, und eine nicht gemeineErzählungsgabe. Aber die Wirksamkeit der»selben verhinderte seine hohe Meinung vonsich selbst, verhinderte die zu überspannteSchätzung seines Ichs. Sich für den schön,sten und liebenswürdigsten Mann, für dengrößten und mächtigsten König haltend, glaubteer auf Liebe und Hochachtung aller den ge,rechtesten Anspruch zu machen, vertrug erdie gröbsten Schmeichelehcn, reitzte ihn der
gering,