Druckschrift 
13 (1805)
Entstehung
Seite
100
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Die Königin setzte nun ihr ganzes Ver<trauen auf den feurigen, durch seinen Kriegs»rühm so ausgezeichneten Conde. Sie nennteihn, Thränen einer zärtlichen Mutter ver-gießend, ihren dritten Sohn. Ludwig XIVempfahl ihm, ihn umarmend, sich und denStaat. Am meisten aber bestimmten denConde die Vorstellungen einiger Minister,daß die Plane des Parlaments (sie durftenja nur an die Vorgänge in England erinnern)der königlichen Gewalt sehr gefährlich werdenkönnten. Conde erklärte.sich nun (im Dec.)so offenbar gegen das Parlament, daß erdem Präsidenten, der sich gegen den Cardinallebhaft äusserte, Stillschweigen auflegte, daßcr gegen einige junge Parlamentsglieder, diedarüber lermtcn, Drohungen aussticß. Nunhörte er völlig auf, der Liebling des Volkeszu seyn.

Gerade um eben die Zeit, wo (1649 Jan.)das politische Trauerspiel in England seinemEnde sich näherte, befand sich auch der kö-nigliche Hof in Frankreich in der bedrängtest«,Lage. Die Unruhen zu Paris schienen ihmso bedenklich, daß er (am 6ten) nach St.

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