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blick des göttlichen Willens zu gehorsamen, vondein die ganze Seligkeit der Menschen abhängt.Denn alles, was nicht Gottes Wille ist, bringtdeinem Innern Zerrüttung, Trennung, Schmerzen.
13. Der Fehler der meisten Frommen bestehtdarin: sie bemühen sich neugierig viele Mittelzur Vollkommenheit zu wissen, ohne auch nurEins davon wirklich zu gebrauchen. O Lieber!um wahrhaft fromm zu seyn, musit du nichtviel wissen, wohl aber viel thun.
Ist. Der Mensch lebt hier verschiedene Leben.Das thierische Leben, das natürliche Le-ben, das bürgerliche Leben, das geistlicheLeben, das inwendige Leben. Dieses —das inwendige Leben ist eine unablässige Er-hebung des Gemüths zu Gott, eine immer-währende Vereinigung mit Gott, und nährtund erhält sich nur durch den strcngen Tod derübrigen Leben. Das heißt, das innere Lebenkann nur bestehen, wenn man die andern Lebennur in so ferne lebt, als cS Gott will, nachder Ordnung GotteS. Das inwendige Lebenmuß daher das gewöhnliche lind beständige Le-ben seyn.
15. Einer erkannten Eingebung Gottes nichtfolgen, ist eine große Untreue. Denn dieTreue und Genauigkeit, die keinen Anlaß etwasGutes zu thun, vorbeigehen läßt, ist die Haupt-sache der Gottseligkeit, und zugleich der untrüg-liche Prüfstein der Quelle und des Werthesaller Offenbarungen und außerordentlichen Dinge.
16. Das größte Geheimniß der Gottselig-keit ist — Nichts wollen, und Alles wollen,