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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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wolle» andere von uns glauben machen, waswir in der That nicht sind. Dieß sind Lügen,die Gott der ewigen Wahrheit nicht gefallen.Demuth allein ehret und liebet die Wahrheit.

7. Wer mir Neuigkeiten, oder andere un-nütze Dinge erzählt, wirft mir Staub in meinGcisteS-Augc, und trübt mir den Blick auf denSchönsten aller Schönen.

8. Die Sünde, als eine Erfahrung unsererSchwachheit, zerstört unsere Selbstgefälligkeit;denn sie läßt uns unser Verderben und unserNichts mit Händen greifen. Doch darf De-müthigung, Friede, und Vertraue» aufdie Verdienste Jesu Christi dabei nicht fehlen.

9. Wer seine Fehler entschuldiget, raubt sichselbst eine große Seligkeit; denn er zieht sichauf der Bahn der Sclbstvcrschmähung zurück,auf welcher er Gott, den er beleidigte, besondersverherrlichen könnte.

19. Was dich gefangen nehmen und fesselnwill, daS mußt du nicht nur mit dem Herzen(innerlich), fondern auch in der That wirk-lich verlassen. Denn waS wir nur mit demHerzen verlassen, dem sterben wir gewöhnlichnur halb ab; was wir aber wirklich verlassen,dem sterben wir ganz, (Reiß dein Auge aus,und wirf es weg, wenn cS dich ärgert;sagt Christus.)

11. WaS nicht Gott selbst ist, oder geradezu Gort führt, ist Eitelkeit, Rauch und Thorheit.

12. Ein Augenblick des Willens Gottes istallen Dingen der Welt vorzuziehen. Jedes Un-ternehmen, so groß und heilig eS auch seyn mag,muß man unterlassen, um diesem heiligen Augen-