1KI
Barmherzigkeit, als die Fülle alles Heils undalles Segens; der da kömint, uns sich zu gebenmit alle» seinen Gütern ohne Ausnahme; wieEr sich selbst uns anerbietet, damit wir seiner(Hilfe und seines Beistandes) uns bedienen könn-ten zur Vollbringung seines Willens; ja daßEr selbst die Wunder seiner Liebe in uns wir-ken wolle. Diese einfältige Glaubensübung istder Inbegriff aller andern anch der besten Ue-bungen. Wer Gott durch den Glauben unddie Liebe besitzt, hat genug, hat das Zielseiner Ruhe erreicht. Alle andere klebungen derBetrachtung und innerlichen Tugenden sind nurMittel, die zu Gott führen. Wer Ihn aberschon gefunden hat, der muß sich mit Ihmbegnügen, und in Ihm ruhen.
II.
Innerliche Beschäftigung unter der hei-ligen Kommunion.
IesuS hat mir oft in der Kommunion an-schaulich gezeigt, was Er ist, und wie innigich mit Ibm vereiniget werden soll. Jede»Augenblick soll ich von seinem Leben (durch Ihn)leben, und wie die Seele den Leib bewegt, unddie Triebfeder aller seiner Wirkungen ist, ebenso müsse sein göttlicher Geist meine Seele bele-ben, und der Ursprung aller ihrer Bewegungenseyn. In dem bloß natürlichen Leben kann dieSeele Gott nicht gefallen, wenn sie Ihn auchnicht beleidigte; die Liebe kann es auch einerSeele, die sie regieret, unmöglich gestatten, in