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7. Glücklich die Seele, welche sich gewöhnt,die Befehle GotteS, welche sie durch die Bewe-gungen des Gcisies Gottes in ihr bekommt, zuerkenne» und zu befolge», ohne sich mit Vcr-nünftelcien und menschlichen Ansichten aufzu-halten. Es isi kein besserer Führer, gls derGeist GotteS. Er isi der Seele immer gegen-wärtig, Er sieht alle ihre Bewegungen^ Er er-innert sie an nlleö, was sie zu thun hat, wennsie nur auf Ihn aufmerkt. Aber unsere Zer-streuungen, unsere Abgekchrtbeit oc»Gort sind die Quelle aller unsrer Fehler. Zer-streut seyn, und oom rechten Wege verirrt seyn,ist eins.
8. Eine sehr reine und ledigeScele wirdganz einfältig, und bewahrt überall ihre Auf-merksamkeit auf Gott. Sie sieht Gott allzeitgegenwärtig, in Einfalt des Glaubens und durcheine reine Anschauuna, die ihr gegeben, nichtselbst gemacht ist. Wird sie versucht, so ver-senkt sie sich noch mehr, und inniger in Gottund kehrt sich noch getreuer zu Ihm hin, wo-durch sie von allem frei und losgemacht wird.Dieses Verbergen (oder Netirircn) der Seele inGott ist eine köstliche Uebung, wodurch ibr GottEindrücke seiner Gottheit mittheilt, die ihr süsicSalbungen und Anlockungen zur Abgeschieden-heit verursachen. Dieß allein versetzt sie in dieinnerliche Einsamkeit, und scheidet sie von allemwas nicht Gott ist.
kl. Auch im Kreuze und Leiden verläßt sieihre Einsalt nicht, sondern leidet einfältig,was Gott gefällt, ohne Zärtlichkeit gegen sichselbst, und ohne aus ihre Schmerzen zu sehe»,