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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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120
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T2V

II.

Vom innern Einsammeln und Bleibenin Jesu.

1. Die meiste» Seelen verwickeln sich zu sehrin das Geräusch der Welt, und der Kreaturen,und lassen sich dadurch hindern, die liebenswür-dige Srinunc Gottes in ihrem Innern zu ver-nehmen, wodurch sie zur vollkommenen Reinig-keit des Herzens, und zur vollkommenen LiebeGottes berufen, und geführt werden sollten. Esfehlt ihnen die Ruhe, Stille, Abgeschiedenheitund Einsamkeit, wovon Gott spricht: Ich willsie in die Einsamkeit führen, undfreundlich zu ihrcmHerzen reden. OseaS2, 14.

2. Es ist so schwer nicht, sich zu versammeln,und ganz in sich selbst einzukehren, wenn manbei äußern Geschäften sich nicht gänzlich aus-kehret, und bedacht ist, daß man sich nicht zusehr ausschütte, auch um keiner guten Absichtwillen. Der Satan sucht durch scheinbareVorstellung unser Inwendiges zu zerstören, weiler weiß, daß im Inwendigen das wichtigsteWerk der Gottseligkeit vollendet wird. Einweiser Mensch bewacht und bewahret haupt-sächlich sein Inneres, und verrichtet seine äußernGeschäfte, ohne sich zu sehr darin zu vertiefen,fondern nur so, daß sein Inneres keinen Scha-den leidet. Allein man liebt das inwendigeLeben nicht so sehr, weil es verborge» ist,und nicht scheinet.

3. Wie sehr gefällt mir, was Kempis sagt: