I.
Von der Aufmerksamkeit auf seinInwendiges.
1. Das innere Feuer muß sorgfältig zuge-deckt und verborgen gehalten werden. Wennman versäumt, von Zeit zu Zeit Holz zuzulegen,daS ist, durch öftere Hcrzenscrhebuugcu, undimmerwährende Aufblicke zu Gott, dasselbe zuunterhalten, oder wenn sich dieses Feuer selbstaus eigenem Triebe zerstreut, und sich in Ge-schäfte einläßt, ohne durch Gottes Ruf, und denTrieb der Gnade geleitet zu werden, sey esauch aus guter Absicht, und mit dem größtenEifer, so ist es in Gefahr zu erlöschen, odergleichet einem Nachtlichte, das hin und herfliegt, aber nicht wahrhaft brennt.
2. Ich fühle es, wie sehr ich jetzt mehr, alsje die Einsammlung lieben, und um darin zubeharren, eine höchst arme Seele haben müsse,eine Seele, die leer ist von allen unordentlichenGemüthsbewegungen, undvon allen zerstreuendenBildern, die durch die Sinne fahren. Wer jedeneue Zeitung mit großer Neugierdc und Auf-merksamkeit anhört, oder feine Augen auf sinn-liche Gegenstände richtet, dessen Seele wird vonlauter unnützen Bildern erfüllet, und unfähig,die Eindrücke Gottes aufzunehmen.