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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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Jesu! so reiße nieder, und zerstöre allesvom Grunde ans: last vom alten Ge-bäude keinen Stein auf dem andern,und erbaue Dir selbst einen Tempel inmir nach deinem Sinne!

6. Der Geist der Welt giebt seinen Anhän-gern Guter, Ehren, Freuden :c,, der Geist Jesuist ihm gerade entgegen; Er suchet die, welcheIhm anhangen, von allen diesen Dingen zuentblöße». Weil aber so wenige Menschenleiden wollen, darum giebt es wenig wahre Tu-gend. Denn alle, die gottselig leben wol-len in Christo Jesu, müssen Kreuz undVerfolgung leiden von der Welt, vom Fleisch,von der Vernunft, und von Gott selbst. Dieträgen furchtsamen Menschen lassen sich aberleicht abschrecken.

7. Man musi entweder das Kreuz lieben,oder die Gottseligkeit daran geben. Wen unserHerr zur Heiligkeit erheben will, den erhebt Erans Kreuz. Daher sind die am meisten gekreu-zigten Seelen auch mit den größte» Gnaden er-füllet. Gott sorgt auch fleißig, daß es in derWelt, oder in einem Hause oder Orte, wo sicheinige der Heiligung widmen, an verkehrten bö-sen Menschen nicht fehle, die zu nichts taugen,als andere zu kreuzigen.

8. Unser Heiland sagt: Selig ist, wersich an Mir nicht ärgert. Ach! wie vieleerbauen und ergötzen sich an den lieblichen Ver-heißungen Christi; aber wann Er zum Krcuz-tragen einladet, ärgern sie sich. Wahrlich! diemeisten Frommen wollen heilig seyn, unddoch Feinde des Kreuzes Christi bleiben. Hät-