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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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und Ansehen; deßwegen müssen wir sie arbeitenund das Kreuz tragen lassen, ihren Hohmuthund ihre Einbildung tödtcn; sie mag klagen, wiesie will, sie verdient kein Gehör; svnst sind wirkeine Jünger eines gekreuzigten, verachteten, er-niedrigten Heilandes, wenn "wir nicht um deinet-willen lieben, was Er um unsertwillen sv sehrgeliebt hat. Wir müssen täglich eins der Bandebrechen, welche uns an die Liebe zur Welt bin-den, um mit Paulus sagen zu können: Ichsterbe täglich.

-L. Hiezu aber ist eine große Liebe, und einestarke Seele nothwendig; doch wenn man treuist, kann man auch in den FricdeuSzcitcn derKirche die Herrlichkeit der Märtyrer erlangen.Es wäre gewiss leichter auf einmal sich um Jesuwillen den Kops abschlagen zu lahen, als seinganzes Leben hindurch sich Gewalt anzuthun,als einen ewigen Krieg mit sich selbst zu führen,um sich zu verläugnen, so oft man eine Nei-gung in sich spürt, die dem gekreuzigten Jesunicht gleichförmig ist. O wie viele Tode undBitterkeiten für die Natur und Sinne kostet es!aber auch welchen Trost, welche Süßigkeit ge-nießt die Seele, wenn sie treu ist! O! sie weißeS; der Leidende ist der Glücklichste.

5. Gott hat zwar keine Freude und Lust,wcun seine Geschöpfe leide». Allein, einer ver-dorbenen Kreatur kann Er den Genuß seiner .rein-sten Liebe, und seines Geistes nicht mittheilen. Erlegt daher selbst Hand an, und zerstöret das Nestder Eigenliebe, um den Tempel seiner göttlichenLiebe in der Seele zu bauen, der nur durchKreuz und Leiden aufgebaut werden kann. O