Schwachheit! Doch ich fühle c§: Du giebstmir Elenden gleich wieder den Kuß des Frie-dens, und lassest mich nicht in der Bitterkeitmeines Herzens in Verwirrung und Unrnheliegen, das doch die gerechte Strafe meines Feh-lers wäre! Deine Barmherzigkeit kommt mir inMitte meiner Schwachheit mit verdoppelter Liebezuvor! Ach, ich möchte ganz auch Liebe seyn!Der Anblick meines Falles hat Eis in meinHerz geworfen; aber Du, Liebe meiner Liebe!entzündest es wieder mit der göttlichen Flamme!Zeige mir die Wunder deiner Gnade, und macheaus diesem untreuen Herzen noch ein göttlichesHerz, ich hoffe es durch die Verdienste deineskostbaren Blutes!
IX.
Von der Gleichförmigkeit mit JesusChristus durch die Nachfolge seinesverborgenen Kreuzcslebcns in der Liebezum Leiden.
1. Jesus hat den gerechten Zorn seines Va-ters über alle Sünder, und über mich besondersganz ausgctrnnken. Wie viel will das sagen!JcsuS allein hat den gerechten Zorn-seines Vaters ganz ausgetrunkcn. Erlebte nur in Bitterkeit und Leiden, so, dasi Erein Mann der Schmerzen genannt wurde.Die Gerechtigkeit Gottes verfolgte Ihn aufsAeusierste, bis auf Golgatha; da fühlte Ereinen unerträglichen Durst. Man gab IhmGalle. Er kostete, trank sie aber nicht ganz,