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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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fchäfte. Gott ist immer üi mir! >ch muß IhmGesellschaft leiste», mich mit Ihm vereinige»,damit ich Ihm ähnlich werde, weil Er sich wür-digt, mir so innig nahe zn seyn.

7. Die sinnliche» Gegenstände, n»d die sicht-bare Welt reisten unsre Seele hin, die Zeitver-schwendnng blendet uns, daß wir die schönegeistliche Welt nicht sehen. Im Umgänge mitden Weltmenschcn ist für einen Gottseligen Ge-fahr zur Sünde, zur Eitelkeit, zur Selbst- undMenschcngefälligkeit: wir erfüllen uns leicht mitden Neigungen und Gesinnungen derer, mitdenen wir umgebe»; wir werden von Gott ab-gezogen, und saugen den ansteckenden Geist derWelt ein. (Jak. 4, 4.) Die Welt verachtet,was JesnS bochschatzt, und lobt, was vor Gottein Gräuel ist.

8. Die Wüste ist nicht frei von Dornen,und die Einsamkeit nicht ohne Kreuz. Man fin-det in ihr weder die Lust der Sinne, noch Ehreder Welt, »och Reichthum. Da weht nur dieLuft der Buße, Armuth und Verachtung. WaSaber die Natur fürchtet, liebt die Gnade, undbadet sich darin, wie in ihrem Elemente.

9. Die wahre Einsamkeit ist die Einsam-keit der Seele, wenn sie nämlich von allen Krea-turen los, nur Gott anhangt, wenn sie ihreäußere und innere Sinne in Ihm bewahrt.Wenn wir nichts hören, sebcn, reden, denkenals von Gott, und was Ihm angenehm ist,und unser Wille nichts will, noch liebt, alsGott, so sind wir immer einsam, auch im Um-gange mit andern, und erhalten die Zunge, Ohr