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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
Entstehung
Seite
69
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Tabor ini Genuße der Herrlichkeit, und auf Gol-gatha im Leiden nichts im Auge, als GotteSWohlgefallen. In allcm sprach Er: Ja, Va-ter so war es wohlgefällig vor Dir.Dich alles gefällt Mir, weil eS Dir gefällt. Erverließ die Freude, und erwählte das Kreuz, weiles den, Vater so wohlgefiel, durchs Kreuz dieVerlorne Seligkeit der Menschen wieder herzu-stellen. Je mehr nun eine Seele dieses Geistesund reinen Sinnes Jesu theilhaftig wird, destomehr liebt sie das Kreuz; und darum soll sichdie Seele öfters versenken und verlieren in demMeere der Reinigkeit Jesu Christi, daß sie sichselbst, und ihren alten Menschen nimmer findet.

O Du schone Seele Jesu! sey Du die Seelemeiner Seele! ich muß mich durch nichts jebewegen lassen, als durch Dich! lieblich unver-rückt nur auf Dich merken.

4. Unsere Tugend hat nur so viele Rein-heit, als wir dem Inwendige» Jesu Christigleichförmig sind, welcher nichts mehr vom al-ten Menschen in sich hatte. Aus der MutterSchooß kommen wir bekleidet mit dem altenMenschen; diese Kleidung ist ganz unrein. Wirmüssen sie ausziehen, und uns wieder bekleidenmit dem neuen Mensche» JesuS Christus. DieseKleidung ist ganz rein. Wen» die Seele insInnere Jesu Christi eingeht, wird sie damitbekleidet, und zieht an seinen Sinn, seine Er-kenntniß, seinen Geist, und wenn sie also ausder großen Quelle der Reinigkeit, und aus demInnern Jesu geschöpft hat, so wird das ganzeverdorbene Inwendige des alten Menschen aus-gezogen.