Stand eines Christen! wie bist dn so schön, undwie sehr wirst dn verachtet! Wie schön sind dieGrundsätze des christlichen Lebens! sie geben Je-dem, was ihm gcbührr — Gott alle Ehre undHerrlichkeit, mir elenden Sünder alle Verach-tung und Vernichtung,
Wohlan! laßt uns nach der vollkommenenLiebe Gottes trachten, 1 Joh, ä, 18, die wir inder ernstlichen Uebung des geistlichen Lebens fin-den, Thu» Andere, was sie wollen, wir wollendem Lichte GotteS folgen, und mit dem gekreu-zigten und verachteten Jesus fortwandcln, Owie selig sind wir, wenn uns Gott das Lichtdieses verborgenen, den Menschen unbekann-ten Lebens mittheilt! Es ist mehr werth alsdie ganze Erde. Lafit n»s deßhalb stündlichuntersuchen, 2 Kor. IA, 5, und nnsere Seelenreinigen von allen Neigungen, die nicht auSdiesem Leben entspringen.
Wenn Natur und Sinnlichkeit, Freunde undFeinde, und der große Christcnhaufe ein großesGeschrei erheben, und eine Menge Vernünfteleiendagegen einwenden, so achte es alles nicht, undantworte kurz, wie die Märtyrinn Blandinaauf alle Versuche sie zur Nerläugnung des Glmn-bcns zu bringen, immer nur dieß Eine antwor-tete: Ich bin eine Christin, ich bin eineChristin! So sage du zu allen, die dich ab-wendig machen wollen: Ich habe das Leben desGeistes erwählet: ich werde es nicht verlassen,die Welt mag toben nnd die Natur widerstre-ben, wie sie wolle». Ich weiß, daß, wer einwahrer Christ werden will, umgekehrt, ver-schmäht und vernichtigt werden muß. Ich muß