23
^eltc den Weg der Entäußerungen, — desKreuzes, der Leiden von, ersten diS zu», letztenAthemzuge seines sterblichen Lebend. Rom. 8,9. 1k. 29. — Phil. 3, 7. 8. und 2, 5. Dießist der einzige Weg, außer dem die Seligkeitnicht gesunden werden kann. Den Menschendieser Welt, und fast allen Namenchriste» ist erunbekannt. Sie kennen nicht die Erhaben-heit der Erkenntniß Jesu Christi,Phil. 3, 19. und wissen nichts, weil sie Jesu inden Gekreuzigten nicht wissen. Diese Lehreist dem Fleische hart, dem Geiste der Weltzuwider, aber die Heiligen haben sie ausgeübt,und ich muß sie auch üben, sonst sage ich demGeiste Jesu ab.
3. Wir haben von Adam drei verkehrte Nei-gungen geerdet, welche die Urquelle alles Uebelsin der Welt sind: 1) Augenlust — Anhäng-lichkeit an die vergänglichen Güter;2) Lustbegierde, die die Wollüstigen zuSklaven der Sinne macht; 3) Hofsart desLebens, oder Verlangen nach Ehre. DerGeist Jesu theilt uns gerade das Gegentheilmit; 1) Neigung zur Armuth, oder eine völ-lige Losmachung von allen Geschöpfen. 2) Nei-gung zum Leiden, Entbehren, Meiden :c. 3)Neigung zur Demuth, zum Gering und Kleinseyn. Nur Schade, daß wir so selten, oder garnicht darnach leben, und also nicht das wahreChristenthum ausüben. Man hält es für eineEhre adelich geboren zu seyn, und in großenEhrcnstellen zu glänzen; aber daß wir Chri-sten sind, schämen wir uns vor der Welt durch«nsern Wandel zu bekennen. O du herrlicher