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den, sie habe nichts verloren, wenn sie diese Stim-mung der Vereinigung mit GotteS Wohlgefallennoch in sich findet. Um aber dieses nicht zu ver-liere», mnsi sie erhaben seyn mit ihrer Neigungüber alles, was verloren werden kann, und nntWahrheit sagen können: Mein Gott undmein AlleS! wie die größten Heiligen zu sa-gen pflegten.
Es ist Thorheit, wenn wir klagen über denVerlust eines Zustandes, oder eines Dinges inder Welt: weil uns eben nichts mehr fördert imEinsseyn mit Gottes Willen, als derVerlust und Mangel aller Dinge.
Welche beseligende Erkenntniß ist es: dieallerleichteste und allercinfältigste Seelcnstimmungist die allcrheiligste, allerlauterstc und allergrößte.Und — jeder, er sey wer, oder wie er wolle,gesund oder krank, reich oder arm, wenig oderviel begnadigt, mehr oder minder sähig — kann,und muß nach dieser — und keiner andern Scc-lenstimmung streben.
Ein jeder Stand, eine jede Beschaffenheit,worein uns die Gnade setzt, ist schön und gut.Der eine Stand ist wohl vortrefflicher, als derandere, aber jeder Mensch muß sich an den bin-den, worein Gottes Willen ihn setzet, unddarin bleiben mit großem Friede», Unterwerfung,Demuth und Gleichgültigkeit. Einer Seele, dieso gestimmt ist, folget die Seligkeit undRuhe der Seligen im Himmel auf demFuße nach.