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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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Wir müssen thun und wirken, aber nach deinTriebe des heilige» Geistes, der sich geübtenSeelen wohl fühlen laßt, (Apostelg, 16,6.7,)die nur wirken, weil sie von Gott bewegt wer-den, und also seine Bewegungen wohl kennen,Rom, 8, Ist.

Ich musi ganz von Gott abhängen ohne vonden Geschöpfen etwas zu erwarten. Ich musimich Ihm in die Arme werfen, wie ein Kind,das an der Muttcrbrust ruht, (Joh. 13, -3,)ohne eine Sorge meine arme Seele mit geist-lichen Speisen zu nähren, die ich kaum einmalin Büchern suche, sondern nur im Herzen. Of-fenbar, 2, 17. 3, 20.) So habe ich nie einenMangel. Joh, 6, 27. Ps, 22, 1)

Ich fürchte, ich möchte zu nachläsiig sepn,und zu wenig thun; ich erfahre aber bald wie-der, dasi Gott in allem Borsehung thut, wasmir noth ist, ohne dasi ich daran denke. (Jes.30,.) Will ich auf Geschöpfe vertrauen, ver-mindert sich seine Sorge, und meine Seele wirddürftig, arm und verlassen, so, dasi ich das Ge-schöpf gern wieder lasse.

Ich fürchte zuweilen, dasi ich zu viele em-pfindliche Tröstungen habe; ich beruhigemich aber damit, dasi ich glaube, Gott wolle,dasi ich »ach Kinderart lebe. Er erwähltAndere zu grosien Werken und Arbeiten;meine ganze Berufspflicht ist, Gott anzuhan-gen. Ps. 62, 0. 72, 28.

Je mehr und völliger ich mich, und alles,was ich bin, an Gott überlasse, desto weiterkomme ich in den Wegen Gottes. Ich darfnichts wollen, und nichts thun von mir selbst,

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