Wir müssen thun und wirken, aber nach deinTriebe des heilige» Geistes, der sich geübtenSeelen wohl fühlen laßt, (Apostelg, 16,6.7,)die nur wirken, weil sie von Gott bewegt wer-den, und also seine Bewegungen wohl kennen,Rom, 8, Ist.
Ich musi ganz von Gott abhängen ohne vonden Geschöpfen etwas zu erwarten. — Ich musimich Ihm in die Arme werfen, wie ein Kind,das an der Muttcrbrust ruht, (Joh. 13, -3,)ohne eine Sorge meine arme Seele mit geist-lichen Speisen zu nähren, die ich kaum einmalin Büchern suche, sondern nur im Herzen. Of-fenbar, 2, 17. 3, 20.) So habe ich nie einenMangel. Joh, 6, 27. Ps, 22, 1)
Ich fürchte, ich möchte zu nachläsiig sepn,und zu wenig thun; ich erfahre aber bald wie-der, dasi Gott in allem Borsehung thut, wasmir noth ist, ohne dasi ich daran denke. (Jes.30, 1ä.) Will ich auf Geschöpfe vertrauen, ver-mindert sich seine Sorge, und meine Seele wirddürftig, arm und verlassen, so, dasi ich das Ge-schöpf gern wieder lasse.
Ich fürchte zuweilen, dasi ich zu viele em-pfindliche Tröstungen habe; ich beruhigemich aber damit, dasi ich glaube, Gott wolle,dasi ich »ach Kinderart lebe. Er erwähltAndere zu grosien Werken und Arbeiten;meine ganze Berufspflicht ist, Gott anzuhan-gen. Ps. 62, 0. 72, 28.
Je mehr und völliger ich mich, und alles,was ich bin, an Gott überlasse, desto weiterkomme ich in den Wegen Gottes. Ich darfnichts wollen, und nichts thun von mir selbst,
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