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nur aus geistlicher Einbildung und einer heim-lichen, feinen Selbstliebe entspringt, Leid zu tra-gen. Die Vereinigung hat Liehe bei sich, dieLiebe tilget die Fehler, und bringt die Seelewieder in ihren Ruhepunkt — in Gott.
XI.
Gleichgültig gegen Alles — strebe nurallein Gott wohlzugefallen.
Die Gegenwart Gottes wirket unterandern herrlichen Fruchten auch diese: daß sieder Seele eine heilige Unempfindlichkeit einflößet,nichts zu verlange», als nur sein Wohlgefallen,— und selbst die Tugenden nicht anders, als inder Ordnung seines Wohlgefallens.Dahin bringt es aber die Seele nur durch vieleErfahrungen. Unser Herr giebt ihr außerordent-liche Zuge, ganz Sein zu seyn.
Wenn sich Gott einer Seele offenbaret, unddurch eine wahrhafte Erfahrung seiner Gute zuerkennen gegeben hat, verursacht es ihr vieleLeiden, hier unten auf Erde, unter so vielenZerstreuungen, die die Nothdurft des Leibes,und die Geschäfte erfordern, so entfernt vonGott zu leben; dennoch besitzt sie einen tiefe»Frieden, weil der Grund ihres Inwendigeneine lautere Uebcrlassuuq an Gottes Wohlge-fallen ist. Phil. 1, 22. 23. 24.
Ich gewöhne mich, nichts anzusehen, alsGott allein, — kein Gefallen, keine Freude zuhaben, als nur in Ihm, so daß ich mich in Ei-genheit weder an meiner Vollkommenheit er-
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