sucht», und sieh, Du wohnst in mir,weun ich nur Deiner begehre. Ich bindurch dieGassen u n d S t r a si e n der Weltherum gelaufen, Dich zu suchen, undhabe Dich doch nicht gesunden, weil ichunrecht suchte; auswendig, was dochi n w endi g w a r."
In den Geschöpfen findet man Gott nichtauf die rechte Weise, wie Ihn der Mensch be-darf. Sie zeugen nur von seinem Daseyn;aber im Grunde der Seele hat Er seinen be-sondern Thron, wo Er regieret, befiehlt undunterrichtet. Die >seele findet Ihn da durchden Glauben; Empfindungen und Erfahrun-gen eines Friedens, den alle Welt nicht gebenkann, zeugen ihr von seiner Gegenwart in ihr;denn seine Wohnung ist in, Frieden. DieserFriede, den Gott durch seine Gegenwart mit-theilt, ist eine vollkommene Ersättigung derSeele, die sie ganz erfüllt.
Diese Gegenwart Gottes führet uns durchinnere Lichter und Triebe, sie leitet uns, bestraftuns, sie bessert uns, stärkt uns, und macht ausunS, was sie will, wenn wir änderst treu ihreBewegungen beobachten. Weltgesinnte und ei-genlicbige Seelen verstehen diese Gegenwart undgeheime Anleitung nicht; nur reine stilleSeelen fühlen ihre Züge und Eindrücke. Siebeschäftigen sich innerlich bald mit Gott, baldmit Jesu, oder seinen Geheimnissen. Bisweilenwerde» sie bestraft über ihre Fehler, dann wie-der getröstet; bald haben sie innere Leiden,dann wieder Gottes Genuß; bald sind sie brün-stig, bald wieder dürre; — aber dennoch