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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
Entstehung
Seite
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ganz i» der Gegenwart dieses All verliebt nndversenkt, nnd nirgends mehr bleiben kann, alsnur in Ihm.

O wie wahr ist es! Gott ist alles, ichbin nichts. Was denken doch die Menschen,dasi sie nicht nnaufbörlich an dieses All den-ken? O meine Seele! wenn dn nicht in diesemAlles bist, sondern in dir, oder den Geschöpft»,so bist du ein Nichts. Gott ist Alles,alle Herrlichkeit, alle Seligkeit ist in Ibm,1 Tim. 1, 1k. 17. Er bat eine nncndlichc Nistnnd Frende bei den Geschöpfen zn seyn, ihnenGutes zu thun durch seine Varmberzigkeit, undEr ist nnd bleibt allzeit selig. Ptein Lebenist wie nichts vor Dir! Wie gar nichtssind alle Menschen! Iesaia äv, 17.Psalm 39, 6.

Wer Gott in seinem Innern kennt undschaut, wird nichts Anderes gzosi achten, bei demwird nichts mehr gelten, als Gott allein, inwelchen, er alle Rnhe, alle Frende, alle Ersät-tigung, und seine Seligkeit findet. Er ist dereinzige Nuhepunkt des Verstandes, als die höchsteGüte. Alles, was sonst wahr, gut, schön undvollkommen genannt wird, macht die Seele nurimmer durstiger. Gott allein sättiget nnd stilltihre Begierden. Aber wer versteht dieses,als nur der, den es Gott erfahre» läßt.Die Erfahrung zieht die Seele von allem ab,was nicht Gott ist, und verursachet ihr vielesLeiden, wenn^ sie wieder zurückkehre» musi znden Bcdürsniyen des Leibes, welche sie gleichsamnoch in einer Entfernung von Gott halten,worin sie zwar durch die Liebe zum Kreuz,