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Das verborgene Leben mit Christo in Gott : aus den Schriften Johann von Bernieres-Louvigni gesammelt ... [v. G. Tst]
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gebe, als die Vereinigung mit dem gegenwärti-ge» Gott zu bewahre»,

-1. Sie mnsi sich durch Menschcngcfälligkeitnicht von Gott abziehe» lassen, und die Gefäl-ligkeit, mit Menschen in Umgang und Gesprächesich einzulassen, der Gefälligkeit mit Gott um-zugehen, nicht vorziehen.

5. Sie muß sich der Ordnung der Vorse-hung unterwerfen, und mit willigem Herzenannehmen, was da kommt, Armuth, Elend, Vcr-lassung, Leiden aller Art, Sie musi wie Pau-lus (2. Kor, 12, 10.) gutes Muths seynin ihren Schwachheiten, ohne aus na-türlichem Triebe zu suche» davon frei zu werden,

6, Sie musi völlig in die Hände Gottesübergehen, und gelassen bleiben, und sich von Ihmbehandeln lassen, um wie weiches Wachs dieForm anzunehmen, die Er ihr geben will. Undwenn Er ihr nichts giebt, und sie ohne Barm-herzigkeit von allem abschneidet, was sie vonNatur am meisten liebt, wenn Er sie vonden unschuldigsten Ergöklichkeitcn abzieht, so musisie in Demnth so entblößet bleiben, so langEr will, und allem absterben, was nicht Gott,oder von Gott ist. O welch eine Gott ange-nehme Wohnnng ist eine so entblößte Seele!Welch eine Lust hat er immer bei ihr zu blei-ben! Aber auch welch eine Oual sür dieSeele, wenn sie Ihn, den sie mitten in ihr ge-genwärtig gekostet hat, verlassen musi!

Wer mit dem verherrlichten Jesus ver-einiget seyn, die genußvolle Vereinigung mitGott haben will, muß auch mit dem leiden-de» und gekreuzigten Jesu vereinigt seyn.